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Referentin Claudia Auffenberg im Kirchenzelt (c) Katholische Akademie Schnecker

Von Erde zu Erde

Am 7. Juni 2026 lud der Kirchenpavillon auf der Landesgartenschau Bad Nenndorf zu einem kurzen Impulsvortrag über Reerdigung ein. Referentin Claudia Auffenberg von Trauerarbeit Paderborn e. V., nahm die neue Bestattungsform aus ökologischer, sozialer und christlich-theologischer Perspektive in den Blick.

Im Vortrag wurde betont, dass der Tod nicht nur eine private Angelegenheit ist, sondern immer auch eine soziale Dimension hat. Dazu gehören etwa die Frage, wo Angehörige sich erinnern und trauern können, ebenso wie die Wege, die bei einer Bestattung zurückgelegt werden – vom Sargmaterial über Transportwege bis hin zur Erreichbarkeit der Bestattungsorte.

Reerdigung wurde dabei als eine Form vorgestellt, die zwar klimatisch Vorteile gegenüber der Feuerbestattung haben kann, deren Praxis aber auch kritisch hinterfragt wurde. So wies Claudia Auffenberg auf die lange Dauer des Prozesses und auf Fragen nach der Wahrung der Menschenwürde hin. Zudem wurde erläutert, dass Reerdigung bislang nur in Schleswig-Holstein vollumfänglich erlaubt ist, während die entstehende Erde auch in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern bestattet werden darf. Keine der gängigen Bestattungsformen, auch die Reerdigung nicht, stehe im Widerspruch zur leiblichen Auferstehungshoffnung, weil sich diese nicht an dem physischen Körper festmache.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Rolle der Friedhöfe. Diese wurden als „grüne Lungen“ der Stadt beschrieben, die nicht nur ökologisch wertvoll sind, sondern auch als soziale und (erinnerungs)kulturelle Orte dienen. Genannt wurden unter anderem ihre Bedeutung für Artenvielfalt, Begegnung und Kunst, etwa in Form der Grabmalgestaltung.